Zen-Malereien: Weniger ist mehr

Auf meiner Website gibt es eine neue Auftragswerke-Kategorie: Zen-Malereien.
Diese Art von Bildern entdeckte ich im vergangenen Jahr, als ich einen sehr spannenden Auftrag hatte, von dem ich Euch gern erzählen will.
Es ging um Malereien für die neuen Räume der Volks- und Raiffeisenbank in Grimma. Ich habe in den letzten neun Jahren alle Filialen der Volks- und Raiffeisenbank im Muldental mit Original-Malereien ausgestattet. In vielen Büros hängen nun strahlende Sonnenmalereien oder lebensfrohe Farb-Explosionen und ich hoffe, das jeder, der diese Werke sieht, täglich Freude daran hat. 🙂

Nachdem jedoch im Sommer 2013 wieder ein Hochwasser die Stadt Grimma heimsuchte, wandte sich ein paar Monate später die Vorstandsvorsitzende der Bank an mich mit der Bitte, neue Malereien für die Grimmaer Filiale anzufertigen. Allerdings sollten es diesmal keine strahlenden Sonnen oder Farb-Kompositionen werden, sondern etwas ganz anderes…
WAS es werden sollte, war noch nicht klar. Eines war jedoch klar: die neuen Räume, die nach dem Hochwasser entstanden, sahen komplett anders aus, als die vorherigen. Das gesamte Erscheinungsbild der Bankfiliale hat sich geändert. Demzufolge waren auch andere Bilder nötig. Leuchtende, kräftige Farben passten nicht mehr so gut zu der Inneneinrichtung.
Wir haben es versucht. Auf dem rohen Zement, den unverputzten Ziegelwänden oder auf den rostroten Platten an den Wänden wirkten die herkömmlichen Bilder völlig deplatziert und überladen. Der Innenarchitekt wollte am liebsten schwarz-weiße Architektur-Fotografien aufhängen, doch nicht alle im Vorstand waren begeistert davon. Einige waren der Ansicht, dass in die kühlen, sehr klaren Räumen eine weiche und weibliche Note gehörte. Das fand ich auch. Also fühlte ich mich in die Räume ein und machte ein paar Entwurfs-Malereien. Ein paar Anläufe waren nötig, bis der Vorstand sich einigte und auch der Innenarchitekt mit meinen Bildern einverstanden war. Ihr wisst ja, meine Bilder sind meist sehr verspielt und lebendig. Schließlich lautet meine Devise „LIEBE in Bildern“. Dabei fließt die Liebe in einer unendlichen Fülle in meine Bilder und äußert sich oft in reichhaltigen Details, in zärtlich gesetzten Punkten und hingebungsvoll gezeichneten Mustern… Ihr wisst schon. 🙂
Bei diesem Auftrag stand ich vor der Herausforderung, die LIEBE in den Bildern auf wenige Linien und Farben zu reduzieren. Ich sage Euch, ich hab ganz schön geschwitzt! Doch es hat funktioniert! Dank der guten Zusammenarbeit mit der Vorstandsvorsitzenden fanden wir die „richtigen“ Bilder.
Einige von ihnen erinnern mich an chinesische Tuschezeichnungen. Diese Art von Bildern habe ich während meines Studiums geliebt und intensiv studiert. Als ich die Linien auf die großformatigen Keilrahmen zeichnete, konzentrierte ich mich total, um dann die perfekte Linie zu ziehen und die perfekten Blütenblätter mit der Pinselspitze aufzutragen. Es machte großen Spaß und war gleichzeitig eine sehr kreative Meditation. So meditierte ich eine ganze Reihe von Zen-Malereien in die Welt.

Ihr könnt gern einmal einen Blick auf meinen Mal-Tisch werfen. Hier ensteht gerade eine Zen-Malerei. Die wenigen Farben habe ich auf einzelne Mischpaletten verteilt. Klarheit ist die oberste Devise. Eben ganz zen-like. 😉

Natürlich habe ich auch einige Male “gematscht” und die Farben rasanter aufgetragen oder sie auf das Bild geworfen. Durch die große weiße Fläche wirkt es trotzdem sehr klar und still. Besonders vor dieser Ziegelwand ist das Bild eine Augenweide, oder?

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Außerdem entstanden Bilder-Serien aus mehreren Quadraten. Nebeneinander aufgehängt zieht sich eine schmale Farbfelder-Linie durch alle Einzelbilder und bringt so Licht und Leichtigkeit in die Räume. Hier seht Ihr mich im Foyer der Bank vor einer 11teiligen Bilder-Reihe.

Zen_1

Ich bin total glücklich, dass ich auch auf diese Weise LIEBE in Bildern in die Büroräume bringen konnte und gleichzeitig eine für mich neue Bild-Gattung geboren habe. Ab sofort nehme ich also von Herzen gern Zen-Malereien-Aufträge an. Alles weitere dazu findet Ihr auf der entsprechenden Auftragswerke-Seite.
Zum Abschluss zeige ich Euch noch ein Video mit einigen Aufnahmen aus den Büroräumen der Volks- und Raiffeisenbank in Grimma mit den neuen Werken. Viel Freude beim Anschauen!

5. Februar 2015

Posted In: Auftragswerke

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4 Gedanken zum Artikel "Zen-Malereien: Weniger ist mehr"

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